Und wieder ist eine Preissenkung im Lebensmittelhandel bekannt geworden, der natürlich einen Mehrverkauf der jeweiligen Waren über die Abrechnung der Kasse erkennen lässt. Ein namhafter Discounter bietet seit gestern Milch um bis zu zwanzig Prozent preiswerter an, was sich über die Verkaufsmengen mit Sicherheit sofort bemerkbar macht. Die Milchbauern sind enttäuscht und mahnen erneut an, dass sie mit den jetzt erzielten Preisen schon nicht über die Runden kommen und ihre Kosten nicht gedeckt bekommen. Dennoch werden Discounter die Preise für Milchprodukte weiter senken, und damit natürlich Kunden locken. Dass der Warenfluss deutlich an Fahrt zulegen wird, dürfte leicht über die Abrechnung der Umsätze über die erkennbar sein. Denn hier werden nicht nur von der aufsummierte Gesamtbeträge angezeigt, sondern auch jeder einzelne verkaufte Artikel. Außerdem zeigt die Abrechnung über eine moderne auch die Gesamtzahl der verkauften Waren an. Und da mit der leistungsfähigen Kassensoftware einer modernen auch statistische Verkaufszahlen für beliebige Zeiträume dargestellt werden können, dürfte der Mehrverkauf, und wahrscheinlich auch die dazugehörige Preissteigerung leicht erkennbar sein. Der Vorwurf seitens des deutschen Bauernverbandes geht daher auch in die Richtung, dass Molkereibetriebe und Einzelhändler zulasten der Milcherzeuger-Betriebe diese Preispolitik vereinbart haben. Dabei seien von Molkereien- und Handelsseite aus noch in der vergangenen Woche Zusagen über eine Preisstabilität gemacht worden. Ein neuer Lieferstreik, wie man ihn im letzten Jahr schon einmal erlebt hat droht erneut, und das wird sich dann ebenfalls in der des Einzelhandels bemerkbar machen. Nämlich dadurch, dass wieder einmal Milch und Milchprodukte knapp werden, die Preise zwangsläufig wieder steigen und dennoch weniger verkauft wird. Schließlich wollen die Kunden einem vollständigen Einkauf an der im Geschäft bezahlen. Im Prinzip kann diese Preisspirale nach unten nicht mehr sehr lange weitergedreht werden, weil ein erheblicher Verdrängungswettbewerb entsteht und dadurch wieder zahllose Arbeitsplätze in Gefahr geraten.

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